Die Anamnese als Prozess der Erinnerung an die Ich-Bin-Präsenz

Daniela Lupo, January 29, 2019

www.stankovuniversallaw.com

Übersetzt ins Deutsche von Ingrid und Otfried Weise, 05. Februar 2019

Lasst mich mit der Erklärung des Titels beginnen: warum habe ich die Wörter “Reminiszenz” und “Anamnese” verwendet, um mich auf die ICH BIN-Präsenz zu beziehen?

Im Italienischen können diese beiden Wörter als Synonyme verwendet werden, ihre Bedeutung ist “Erinnerung” (oder auch ”ins Gedächtnis rufen” oder ”sich erinnern”, A. d. Ü.).

Reminiszenz ist die Erinnerung an eine entfernte, fast völlig vergessene Angelegenheit, der Begriff erscheint also ganz allgemein zu sein, aber wenn wir Anamnese als ein Wort betrachten, das aus dem Griechischen stammt, dann wird der Sachverhalt viel interessanter.

Die griechische Bedeutung ist zwar “sich erinnern”, aber ihre Verwendung wird noch tiefer und reichhaltiger, wenn wir bedenken, wie der Begriff in der Formulierung des grundlegenden Konzepts in der Philosophie Platons verwendet wird, bei dem “wahres Wissen auf der “Anamnese” der Ideen basiert, die der Seele in ihrer eigenen höheren Dimension vor ihrem Eintritt in den physischen Körper” bekannt sind.

Platon sagt uns, dass alles Wissen, das wir brauchen, bereits in unserer Seele existiert und dass die Erfahrung einer Inkarnation auf Erden (in der von den Sinnen erfassbaren Welt) es uns erlaubt, den Prozess des Erinnerns auszulösen.

Die Anamnese ist daher ein Erinnerungsprozess, der, angeregt durch die Wahrnehmung sinnlicher Objekte, den Menschen dazu bringt, in seinem Verstand “jene ewigen Ideen allmählich wieder zu entdecken, die Ursache und Ursprung der physischen Welt sind“.

Das Konzept der Anamnese war bereits in der orphisch-pythagoreischen philosophischen Auffasssung vorhanden und wurde von Platon übernommen, um in “Phaidon” die These von der Unsterblichkeit der Seele und der Bildung mathematischer und wissenschaftlicher Erkenntnisse zu demonstrieren (dieser Dialog Platons ist auch unter dem Titel “Über die Seele” bekannt, siehe pdf).

All dieses Wissen ist bereits in der Seele vorhanden, und durch Reminiszenz oder Anamnese findet ein Erwachen der Erinnerung statt, was die Wiederbelebung eines inneren Wissens darstellt, das im Moment der Geburt vergessen worden war (der Schleier des Vergessens, der mit der Geburt fällt, auch genannt Amnesie, A. d. Ü.) und unbewusst bleibt, bis es durch die Erfahrungen des Lebens geweckt wird.

Wissen entsteht also nicht aus sinnlicher Erfahrung, die den einzigen Vorteil hat, den Menschen herauszufordern, sich zu erinnern, d. h. in sich selbst zu suchen, was dem Verstand verborgen ist. Wissen bedeutet, sich sofort und intuitiv an das zu erinnern, was man bereits weiß, und mit Hilfe unseres höchsten Teils von uns selbst – unserer geliebten ICH BIN Präsenz – auf dieses Gedächtnis zuzugreifen.

Intuition geschieht wie ein Blitz und ist eine sehr intime und erhöhte Kommunikation mit unserer ICH BIN Präsenz, die ständig mit der Quelle verbunden ist und das Erwachen und Übermitteln des alten Wissens ermöglicht, das nie verloren geht.

Letztendlich führt uns die Erinnerung zurück in die Obhut der von Sokrates bekundeten Seele:  Der wahre Weise “weiß, dass er nichts weiß” und greift deshalb auf eine Haltung der inneren Suche zurück, um sich selbst besser kennenzulernen, indem er das, was die Seele bei der Geburt vergessen hat, wieder ans Licht des Verstandes bringt, was in einer modernen Version wie eine Reise nach innen ist, um sich an die Gegenwart der ICH BIN-Präsenz zu erinnern.

In der Praxis wird dieser Prozess des Erinnerns von Platon in seinem Dialog Menon (pdf) gut beschrieben, wo Platon berichtet, wie es Meister Sokrates gelingt, einem Sklaven ohne jeglicher Ausbildung zu helfen, das pythagoreische Theorem zu verstehen. Trotz der Unwissenheit des Sklaven gelingt es Sokrates mit entsprechenden Fragen, dafür zu sorgen, dass der Sklave die logischen Schritte allein findet, was ihn zum Verständnis von etwas führt, das bereits in ihm selbst vorhanden war.

Diese dialektische Methode des Sokrates (Sokratische Methode, auch bekannt als Maieutik), durch geeignete Fragen den Gesprächspartner dazu zu bringen, die Antworten in sich selbst zu entdecken, ist die Fähigkeit, das Wissen eines jeden (einschließlich des eigenen) ständig in Frage zu stellen und zu ermutigen, die verborgenen Wahrheiten immer tiefer zu suchen, ohne bei der offensichtlichen Wahrheit stehen zu bleiben.

Für diejenigen, die noch ein wenig mehr lesen wollen, habe ich diese PDF-Dokumente gefunden:

Platons Dialog Phaidon
Platons Dialog Menon

Nach dieser langen Einleitung ist es notwendig zu erklären, warum man über diese Dinge sprechen sollte.

Nachdem ich die Botschaft von meinen spirituellen Führern erhalten hatte (19. Januar 2019), habe ich weiterhin die ICH BIN-Präsenz im Sinn, was mich dazu veranlasst hat, zwei Texte erneut zu lesen, die ich bereits zwischen 2013 und 2014 gelesen hatte: Saint Germains “Die ‘ICH BIN’ Diskurse” (deutsch pdf), das klassische Buch von Saint Germain und “Anweisung eines aufgestiegenen Meisters“.

Als ich diese beiden Texte noch einmal las, fühlte ich die “ICH BIN-Präsenz” immer näher bei mir und die Anwesenheit des Lehrers St. Germain war zu Hause spürbar, so dass ich eines Morgens, als ich auf der Terrasse mit Blick auf das Meer zum Meditieren und Atmen war, eingetaucht in ein wunderbares Sonnenlicht magnetischer Energie, begann, die Anwesenheit der Familie der Weißen Drachen zu spüren und eine Botschaft zu empfangen.

Es ist der 22. Januar 2019, der Himmel ist klar und türkis und direkt vor mir steht ein wunderschöner riesiger Weißer Drache, der durch eine weiße Wolke, die sich über das Tal erstreckt, Gestalt angenommen hat.

Ich fühle die sanfte, friedliche Energie und spüre, dass eine Botschaft kommt. In der Zwischenzeit bitte ich den Drachen, mir seinen Namen zu nennen, wenn er will, und er sagt mir, dass der Name die ganze Familie bezeichnet, weil sie Eins sind und der Name ist Aquarius wie die Ära des Aquarius, in der wir bereits leben.

Sie sind eine Familie von innovativen Drachen, Erbauern von Formen und Bewahrern der Neuen Erde, wie wir sie sind, die Lichtträger der ersten und letzten Stunde.

Sie präsentieren sich als Einheit, und tatsächlich gibt es am Himmel viele Figuren von großen und kleinen Drachen, die sich überlappen und ineinander übergehen. Dies ist ein Hinweis dafür, dass sie als Einheitsbewusstsein verschmolzen sind, und ich empfinde dies als ein Beispiel dafür, wie die Menschheit jetzt sein kann, EINS.

Die größte Figur der Drachen hat den Rand von der Sonne beleuchtet und die sichtbaren Strahlen sind: Rosa, Gold und Türkis. Während ich schaue, frage ich mich, was diese Vision bedeutet, und die Antwort lautet: “Wir sind nie allein, wir sind eine geeinte Familie, und wenn wir es zulassen, kommen Hilfe, Schutz und Unterstützung, die immer verfügbar sind”.

Dann höre ich eine kurze Nachricht:

“In diesen chaotischen Zeiten, in denen völlige Verwirrung herrscht, gibt es etwas, das die mächtigen und geliebten Krieger/Träger des Lichts tun können, und zwar sich unverzüglich an ihre ICH BIN-Präsenz zu wenden.

Damit sich diese Neue Welt, nach der wir uns alle sehnen, so schnell wie möglich in all ihrer Pracht und auf all ihren Ebenen manifestiert, müssen wir die ICH BIN-Präsenz anrufen, und jeder sollte bewusst die ICH BIN-Präsenz einladen, in seinen physischen Körper zu seinem eigenen Wohl und zu dem aller anderen einzutreten, um sich als Familie, als eine einzige ICH BIN-Präsenz, ein einziges Bewusstsein der Einheit zu vereinen.

Nur durch die ICH BIN-Präsenz kann sich die vollkommene und wunderbare Welt manifestieren, die das neue goldene Zeitalter für alle aufsteigenden Menschen darstellt.”

Nachdem ich diese Botschaft gehört hatte, fühlte ich eine andere, kraftvolle Energie, die mein ganzes Wesen umhüllt, ich fühle die ICH BIN-Präsenz, die mich dazu anregt, über die Kraft der Präsenz zu sprechen.

Unterdessen verwandelt sich die majestätische Gestalt des Drachen vor meinen Augen, der Hals streckt sich, der Körper ist gerundet und die Form ist nun ein schöner weißer Schwan mit langem Hals (Symbol des Heiligen Geistes). Ich habe gelernt, auf all die Zeichen und Symbole zu achten, die ich sehe, und so gehe ich auf die Suche nach der symbolischen Bedeutung des weißen Schwans (die Symbologie des Schwans):

Ialienisch ‘il Cigno’ stammt vom lateinischen Wort “cygnus” ab, das wiederum vom griechischen “kyknos” abgeleitet ist. Der deutsche “Schwan” (früher “Svan”) und der englische swan, stammen von der gleichen Wurzel KAN ab, die der Ursprung des lateinischen Wortes “cano” (singen) ist. Der Schwan ist daher etymologisch gesehen der “Sänger”.

In Platons Dialog “Phaidon” erklärt Sokrates, dass der letzte Gesang des Schwans vor seinem physischen Tod (il canto funebre) die Freude ausdrückt, sich wieder in das Göttliche zu integrieren, von dem der Vogel eine Epiphanie (hier: sinnbildliche Erscheinung) war.

Schwäne stehen in enger Beziehung zu den leuchtenden Göttern und sind das Symbol für Weisheit, aufrichtige Liebe, Loyalität zum Partner, Unschuld, Reinheit, Kraft und Mut.

Der Schwan vermittelt die Fähigkeit, Träume zu interpretieren und stellt die spirituelle Evolution dar, er ist mit dem Wasser, in dem er schwimmt, mit der Luft, in der er fliegt, und mit der Erde, auf der er ruht, verbunden, stellt aber vor allem das Feuer der Sonne dar, aus dem er seine Kraft schöpft, die anderen drei Elemente zu meistern: er stellt die Kommunikation zwischen den Elementen dar, zwischen den verschiedenen Welten, den nützlichen und heiligen Besitzer magischer Kräfte, die mit Musik und Gesang verbunden sind; kombiniert mit den therapeutischen Kräften von Sonne und Wasser stellt der Schwan auch das innere Licht und die Harmonie des menschlichen Geistes, den göttlichen Funken im Menschen dar. (Ich glaube, dass die Lichtträger, die sich dafür entscheiden, Heiler zu sein, in der Lage sein werden, Energie zu nutzen, indem sie die Göttlichen Strahlen und Flammen anrufen, aber auch die Energie von Musik, Gesang und Klang, Wasser und Wärme…).

Sein Flug wird mit der Rückkehr des Geistes zu seiner Quelle verglichen und stellt den Teil des Menschen dar, der nach dem Guten strebt, das Beste von sich selbst in Wahrnehmung und Spiritualität. Im Mittelalter war der Schwan das Emblem der mystischen Kavallerie und vertrat den Ritter, der auf der Suche nach dem Heiligen Gral sein Zuhause verließ.

Vom antiken Griechenland bis nach Asien, vom slawischen und germanischen Volk bis hin zu den Indianern ist der Schwan der makellose Vogel, dessen weiße Farbe, Energie und Anmut ihn zu einer lebendigen Darstellung des Lichts machen, ein unzertrennlicher Begleiter des Apollon im antiken Griechenland, während er im Fernen Osten schon immer ein Symbol für Reinheit und Schönheit, Adel und Mut war.

Nach Ansicht der Indianer weiß der Schwan, wie er die Gnade annimmt, die Veränderung schenkt, indem er sich dem göttlichen Plan des Großen Geistes unterwirft und seinem Willen nichts entgegensetzt. Diese Symbolik kommt von der Verwandlung des “hässlichen Entlein” in einen majestätischen Schwan, damit die Menschen über die Welt der Erscheinungen hinausgehen und in die Zukunft blicken können.

Um zur ICH BIN-Präsenz zurückzukehren, ist es nur natürlich, zu fragen: “Was ist die ICH BIN-Präsenz” nach den Lehren des Meisters St. Germain in seinem Buch “Die ‘ICH BIN’ Diskurse“:

“Das Leben, in all seinen Aktivitäten, die sich überall manifestieren, ist GOTT IN AKTION”  (der TÄTIGE GOTT), (Diskurs 01, 03. Oktober 1932)

Die natürliche Tendenz des Lebens ist Liebe, Frieden, Schönheit, Harmonie und Fülle, denn das Leben ist unabhängig von dem, der es verwendet, es wächst ständig, um seine Vollkommenheit immer mehr mit dem Impuls zu beleben, der ihm innewohnt: “ICH BIN”.

“ICH BIN” ist die Aktivität des Lebens”,  “Der erste Ausdruck jedes Individuums, überall im Universum, entweder in gesprochenem Wort, stummem Denken oder Fühlen, ist “ICH BIN”, wobei er seine eigene erobernde Göttlichkeit erkennt …das Höchste Lebensprinzip, das in jeder Kultur, die es je gegeben hat, angewandt und ausgedrückt wird – denn der erste Ausdruck jeder Selbstbewussten Lebensform ist “ICH BIN”. Das ist mehr als nur “Ich existiere”. Erst danach, im Kontakt mit den äußeren, falsch bewerteten Tätigkeiten, beginnt sie, etwas zu akzeptieren, was “ICH BIN” untergeordnet ist. (Diskurs 01, 03. Oktober 1932).

Und genau dann, wenn ihr anfangt, das Wort ICH BIN zu benutzen, um negative und nachteilige Behauptungen zu machen (ich bin krank, arm, einsam, verlassen, wütend usw.), manifestiert sich in euer eigenen Welt genau das, was ihr nicht wollt: Armut, Krankheit, Einsamkeit und alles, was eine Verzerrung und ein Missverständnis des wahren Lebens ist.

Meister St. Germain sagt: “Womit der Einzelne mental einverstanden ist, wird von ihm akzeptiert.”

Das bedeutet: wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf etwas richten, das nach unserem Urteil positiv oder negativ ist, identifizieren wir uns mit ihm, schließen uns ihm an und mit der Kraft unserer Gedanken, die solche Dinge oder Zustände akzeptieren und damit einverstanden sind, manifestieren wir sie, weil wir sie in unserer Welt für akzeptabel erklärt haben, unabhängig davon, ob es uns bewusst ist oder nicht.

Nach den Aufgestiegenen Meistern gibt es nur zwei Aktivitäten im Leben, eine innere, die unsere Welt mit dem Plan der Vollkommenheit und Einheit regiert, und eine äußere, die sich unsere Welt aneignet, wenn allem, was um uns herum geschieht, Bedeutung beigemessen wird und die uns umhüllt und ablenkt, indem sie uns von uns selbst, von unserem wahren Selbst und damit von unserer ICH BIN-Präsenz wegführt.

Wenn wir uns unserer ICH BIN-Präsenz klar bewusst sind, erkennen wir die Gegenwart Gottes in uns und dass wir eins sind mit Gott, mit jedem Menschen und mit allen Ebenen.

Jeder Atemzug, jede Emotion, jedes Gefühl, jeder Gedanke ist immer und nur “Gott in Aktion”; da der Mensch einen freien Willen hat, kann er jedoch wählen, ob er sich am inneren Gott ausrichtet oder sich nach außen wendet und die Energie, die in menschlichen Gedanken und Emotionen in die Welt projiziert wird, entsprechend ihrer äußeren Erscheinung interpretiert, die nichts anderes ist als eine irrtümliche menschliche Schöpfung, die durch den falschen Gebrauch seiner göttlichen Kraft verursacht wird.

Die ICH BIN Gegenwart ist die Flamme Gottes, das Feuer des Schöpfers. Seine Gegenwart ist im Herzen aller seiner Kinder verankert; und obwohl sie in einigen nur ein Funke ist, kann sie sich erheben und aufsteigen, um die Große ICH BIN Gegenwart zu werden; sie wartet nur darauf, erkannt, erinnert und bewusst eingeladen zu werden, ihren souveränen Platz im Herzen eines jeden Gotteskindes einzunehmen.

Dieser Prozess der Anerkennung und Erinnerung ist natürlich ein ganz persönlicher und intimer. Es liegt an jedem Einzelnen, diesen göttlichen Funken in allen Menschen zu entdecken, zu kultivieren, zu nähren und zu vergrößern, und für jeden Einzelnen ist und wird der Weg individuell, persönlich und anders sein als jeder andere.

Jeder Mensch hat die Möglichkeit, mit diesem göttlichen Teil von sich selbst im für ihn/ihr besten Moment in Berührung zu kommen. Es gibt keine bestimmte Zeit oder einen bestimmten Ort, um mit der ICH BIN-Präsenz in Kontakt zu kommen.

Wenn der Mensch bereit ist, geschieht es – eine Erinnerung taucht auf, und dann liegt es am Einzelnen, diese Gelegenheit zu nutzen und diesen Weg der Entdeckung und Wiedervereinigung mit seiner ICH BIN-Präsenz zu gehen.

Die ICH BIN-Präsenz hat es nicht eilig, denn Gott liebt uns bedingungslos und niemand drängt Ihn, mit uns wieder Kontakt aufzunehmen – wenn der Augenblick kommt, wird die inkarnierte Persönlichkeit es sofort erkennen und die freie Wahl haben, diesen Kontakt zu vertiefen und auf die für jeden am besten geeignete Weise zu verstärken.

Deshalb spricht Meister St. Germain von “Selbstbeherrschung, um die bewusste Kraft der Inneren Göttlichen Gegenwart zu verstehen und bestmöglich zu nutzen”, d. h.:

  • die Anerkennung der Intelligenz “ICH BIN” als einzigartige aktive Gegenwart
  • die uneingeschränkte Grenzenlosigkeit der Kraft bei ihrer Nutzung und
  • die Tatsache, dass Menschen, die freien Willen, freie Wahl und freies Handeln erhalten haben, in der Umwelt nur das erschaffen, worauf sie ihre Aufmerksamkeit richten.

Das bedeutet, dass Gedanken und Emotionen die größte Schöpferkraft im Leben und im Universum bilden.

An dieser Stelle möchte ich auf die drei wunderbaren Bücher von Dr. Georgi Stankov verweisen, in denen er auf moderne und zeitgenössische Weise von der Kraft der Schöpfung durch Gedanken und Emotionen spricht:

“Im weitesten Sinne ist Verstand/Geist organisierte Energie – es ist alles, was ist. In diesem Sinne ist der Verstand eine Teilmenge des kosmischen Geistes. Materie, wahrgenommen als 3D-Raumzeit, ist ebenfalls eine U-Untermenge des Geistes und relativ unbedeutend. Da die Materie vom Geist erschaffen wird, enthält sie ihn als Element.”

Jeder kann diese Bücher nach eigenem Ermessen lesen und nochmals lesen und seinen eigenen Weg zur ICH BIN-Präsenz finden.

Neue Gnosis: Evolutionssprung der Menschheit

Die kosmischen Gesetze der Schöpfung und Zerstörung

Gnostische Tradition der abendländischen Philosophie

und die beiden ausgezeichneten Artikel “Gefühle als persönliche Gnosis” und “Über die Liebe“.

Zurück zu den Diskursen von St. Germain: “In dem Moment, in dem sich der Einzelne dessen wirklich bewusst ist, (dass Denken und Fühlen alles hervorbringen kann, was er benötigt,) wird er wissen, dass er für immer frei ist von der Notwendigkeit des Reichtums der äußeren Welt oder von allem, was die äußere Welt geben kann.” (Diskurs 8, 27. Oktober 1932).

Wenn Meister St. Germain über die Kraft des ICH BIN spricht, was auch eine Bestätigung von ICH KANN ist, bedeutet das nicht eine Haltung wie “ICH BIN erleuchteter als du, besser als du, etc. Dies ist eine destruktive, egoistische, trennende und ausschließende Haltung gegenüber anderen Menschen, die nur zur Zerstörung der eigenen und der Dinge anderer führt.

Meister St. Germain warnt alle mit einer solchen Haltung und Überzeugung, dass jede Kritik, Verurteilung, jedes Urteil und jeder Hass nur zu inneren und äußeren Kämpfen und Zerstörungen führen und dass jeder schädliche Gedanke, der an andere geschickt wird, tatsächlich das Leben auf allen Ebenen derer zerstört, die diese Gedanken gesandt haben.

Es ist daher notwendig, die Kraft des Denkens und des Wortes sehr gut zu verstehen und wie man sie in jedem Moment richtig einsetzt. Und das erste, was wir tun müssen, ist, damit zu beginnen, uns an das progressive und kraftvolle Bewusstsein des Gesetzes der Vergebung zu erinnern.

Das Gesetz der Vergebung ist das offene Tor zum Herzen Gottes, es ist der tonale Schlüssel, der Angelpunkt des Universums (siehe Die Rückkehr nach Eden, Astraea und Amora und Die Rückkehr nach Eden, Vorwort – Die Drachen erobern die Erde, Georgi Stankov).

Es ist wichtig zu verstehen, dass der Mensch, wenn er keine Fürsorge und Achtung vor den Gesetzen des Lebens hat, in der Lage ist, negative Energie durch Gedanken, Emotionen und Worte freizusetzen, welche die edelsten Impulse anderer töten können.

Es gibt nichts Dramatischeres und Tragischeres in der Welt als eine Person, die daran denkt, einen anderen Menschen zu begrenzen; indem er diese unvollkommenen Gedanken auf eine sensible Person richtet, kann er diese manchmal jahrelang einschränken und blockieren. Außerdem schädigt er sie sowohl geistig als auch körperlich und verhält sich ihr gegenüber als Energie-Vampir.

Wenn ihr von Freiheit für euch selbst sprecht, müsst ihr zuerst sicherstellen, dass ihr allen anderen die gleiche Freiheit (mental, emotional, spirituell und körperlich) gebt.

Meister St. Germain warnt: GIB ANDEREN KEINE RATSCHLÄGE!

Gott in jedem ist der Einzige, der weiß, was das Beste für jedes Individuum ist.

Wir müssen kategorisch davon absehen, Urteile zu fällen, die auf persönlichen Vorurteilen in Bezug auf die Aktivitäten eines anderen Menschen beruhen. Verurteilung, Kritik oder übermäßige Neugier auf das Leben anderer, außer, dass Gutes für andere beabsichtigt wird, ist gefährlich für diejenigen, die das höchste Ziel ihrer persönlichen Erleuchtung und ihres nachfolgenden Aufstiegs erreichen wollen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass wir davon absehen sollten, das Böse aufzudecken, denn wenn wir das schlechte und böse Verhalten, welches das Ergebnis einer extrovertierten Persönlichkeit ist, nicht anprangern, wird das Spiel der Dunkelheit unterstützt. Aber auch dabei ist eine Loslösung notwendig – man muss ohne Vorurteile sein, sich an das Gesetz der Vergebung halten und in sich selbst und für alle anderen die Kraft der Liebe und des Mitgefühls anrufen und die Welt von innen heraus mit GLAUBEN (fides im Sinne von Vertrauen) verwandeln. Das ist die Kraft, die HOFFNUNG (spes) ausstrahlt und siegt, es ist die offene Tür durch den Schleier, hinter dem reine Gegenwart wirkt, und mit NÄCHSTENLIEBE (caritas), welche die Entschlossenheit ist, das Übel in all seinen Formen zu meiden und nur Gutes zu denken. (Das sind die drei Paulinischen Tugenden – fides, spes, caritas, A. d. Ü.).

Die bewusste Auseinandersetzung mit der ICH BIN-Präsenz ist der beste Weg, um den Paradigmenwechsel zu ermöglichen, alte Denk- und Handlungsweisen loszulassen, nicht mehr in Angst und Wut zu leben und Herz und Verstand der verwandelnden Energie des Schöpfers, dem Alles-DAS-Ist, anzuvertrauen.

Es geht nicht darum, die Körperlichkeit zu transzendieren und in eine höhere Dimension aufzusteigen, in der es keine Probleme mehr gibt, sondern darum, die Trennung zu transzendieren, um ins Einheits-Bewusstsein zu gelangen. Wir erreichen dies, wenn wir vor allem unsere innere Einheit, das Gleichgewicht und die Harmonie zwischen den Teilen erkennen bzw. uns daran erinnern, d. h. wir erinnern uns an unsere ICH BIN-Präsenz und nehmen sie an; sie ist überall Gott in Aktion – tätige Liebe.

Ich schließe mit der Anrufung des Gesetzes der Vergebung, die Meister St. Germain uns geschenkt hat:

ICH BIN das Gesetz der Vergebung und der verzehrenden Flamme jeder disharmonischen Handlung des menschlichen Gewissens”.

Segen für alle

Mit Liebe

Daniela

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